Das sprachliche Zeichen

In diesem Video geht es um das sprachliche Zeichen. Praktisch wäre es, wenn du dir erst das Video zu de Saussure anschaust. Ansonsten solltest du auch wissen, was Laute sind, denn darauf gehe ich in diesem Video nicht mehr ein.

Bei der Kommunikation sendet der Sprecher dem Hörer ein Signal, dem der Hörer anschließend eine Bedeutung zuordnet. Wir haben es also mit zwei Seiten zu tun. Einer materiellen, dem Signal, beim Sprechen geht es hierbei um Laute, beim Schreiben um Buchstaben, und einer immateriellen Seite, einer inhaltlichen, der Bedeutung. Diese doppelseitige Einheit aus materialisierbarer und inhaltlicher Seite, nennt man das „sprachliche Zeichen“.

Bei dem Wort „Stuhl“ denkt ihr an ein Möbelstück, auf dem man sitzen kann, das ein Fußgestell hat, wahrscheinlich mit Lehne. Dieses Konzept, diese Vorstellung im Kopf, nennt de Saussure „signifié“, das „Signifikat“ oder auch „Inhaltsseite“ genannt.

Die zweite Seite dieses sprachlichen Zeichens ist die Kette von Lauten beim Sprechen oder die Folge von Graphen (= Buchstaben) beim Schreiben. Also die Phoneme /b/ /a/ /u/ /m/ und die Grapheme <B> <a> <u> und <m>. Diese Seite des sprachlichen Zeichens hat de Saussure „signifiant“ genannt, man nennt sie aber auch übersetzt den „Signifikanten“ oder auch „Ausdrucksseite“. Beide Seiten zusammen machen das sprachliche Zeichen aus.

Das sprachliche Zeichen von Ferdinand De Saussure mit Inhaltsseite und Ausdrucksseite.
Das sprachliche Zeichen von Ferdinand De Saussure

Quellen

Spillmann, H. O. (2000): Einführung in die germanistische Linguistik. Langenscheidt.


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